Lapacho Tee: Zubereitung, Geschmack & Hinweise

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Lapacho-Tee, auch Inka-Tee genannt, wird aus der inneren Rinde südamerikanischer Lapacho-Bäume (Tabebuia) gekocht. Er schmeckt leicht süßlich bis erdig und enthält kein Koffein. Für Lapacho gibt es kaum belastbare Studien am Menschen; bekannt sind mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit Blutverdünnern.
Das solltest du wissen, bevor du ihn regelmäßig trinkst: wie du ihn zubereitest, wie er schmeckt und wer ihn lieber meiden sollte.
| Zubereitung | Ziehzeit | Hinweis | Geschmack |
| ca. 10 Gramm auf 1 Liter Wasser | 5 Minuten kochen, dann 10 bis 20 Minuten ziehen | Vorsicht bei Blutverdünnern | leicht süßlich, erdig |
Was ist Lapacho Tee?
Lapacho-Tee wird aus der inneren, gehäckselten Rinde von Bäumen der Gattung Tabebuia (auch Handroanthus) hergestellt, bekannt als Roter Lapacho oder Pau d’Arco. In Südamerika wird die Rinde seit langem als Aufguss getrunken. Gesicherte Erkenntnisse zu gesundheitlichen Aspekten gibt es bei uns nicht, deshalb versprechen wir dir dazu auch nichts.
Die Lapacho-Bäume können sehr hoch werden und haben trompetenförmige, rosa bis gelbe Blüten. Für den Tee wird die innere Rinde geerntet. Der lange Transport aus Südamerika ist ökologisch nicht ohne. Wenn du Lapacho trinkst, achte auf Bio-Qualität. Heimische Tees wie Kamillentee oder Hagebuttentee sind die regionale Alternative.
Lapacho Tee Zubereitung
Lapacho-Rinde braucht mehr Zeit als Blätter, deshalb wird der Tee gekocht und nicht nur überbrüht.
- Menge: ca. 10 g Rinde (zwei gehäufte Esslöffel) auf 1 Liter Wasser
- Rinde mit dem kalten Wasser aufsetzen und 5 Minuten sprudelnd kochen
- Vom Herd nehmen, zugedeckt 10 bis 20 Minuten ziehen lassen, dann abseihen
- Je länger er zieht, desto kräftiger wird der Geschmack
- Menge pro Tag: Als Orientierung 2 bis 3 Tassen und nicht dauerhaft; eine gesicherte Empfehlung gibt es nicht
Du kannst den Tee pur trinken oder mit etwas Honig verfeinern. Auch als Eistee mit Minze, Zitrone oder Limette schmeckt er gut. Er enthält kein Koffein und passt deshalb zu jeder Tageszeit.
Lapacho Tee: Inhaltsstoffe und Geschmack
Die Rinde enthält unter anderem Naphthochinone (zum Beispiel Lapachol), Mineralstoffe und Spurenelemente. Wie viel davon tatsächlich im Tee landet, ist unklar.
Geschmack und Aroma
Der Aufguss ist rotbraun, mild und leicht süßlich, mit einer erdigen, fast vanilligen Note. Er schmeckt auch ohne Zucker rund und ist weniger herb als viele Kräutertees.
Ritual und Genuss
Weil der Tee gekocht wird, ist die Zubereitung selbst ein kleines Ritual: aufsetzen, köcheln lassen, ziehen lassen. Viele schätzen diese Pause und trinken ihn am Nachmittag oder Abend, da er koffeinfrei ist. Als Eistee mit Zitrone ist er im Sommer eine Abwechslung.
Die Nebenwirkungen
Die Forschung zu Lapacho ist dünn, Langzeitdaten fehlen. Nach Angaben des Memorial Sloan Kettering Cancer Center traten in Studien mit Lapachol unter anderem Übelkeit, Erbrechen und Urinverfärbung auf. In Tierversuchen sind bei hoher Dosierung außerdem Blutarmut und Schädigungen von Embryonen aufgefallen. Beim Menschen ist unklar, was das für einen Tee bedeutet.
- Blutverdünner: Lapacho kann das Blutungsrisiko in Kombination mit gerinnungshemmenden Medikamenten erhöhen. Meide ihn in diesem Fall oder sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Auch vor Operationen solltest du darauf verzichten.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Lieber nicht trinken. Für Embryonen schädliche Effekte wurden im Tierversuch beobachtet.
- Kinder: Keine Empfehlung, mangels Daten besser nicht geben.
- Bei Übelkeit, Erbrechen oder anderen Beschwerden nach dem Trinken setze den Tee ab und frage ärztlich nach.
Weitere Fakten über Lapacho Tee
Äußerliche Verwendung
Manche verwenden starken Lapacho-Aufguss auch für Fußbäder oder Kompressen. Dafür gibt es keine belastbaren Erkenntnisse. Bei Hautproblemen, Wunden oder Infektionen suche bitte ärztlichen Rat. Wenn du den Tee trotzdem äußerlich ausprobieren möchtest, teste ihn zuerst an einer kleinen Hautstelle und brich bei Reizung ab.
Herkunft, Einkauf und Nachhaltigkeit
Lapacho-Bäume wachsen in Süd- und Mittelamerika, unter anderem in Brasilien, Paraguay und Argentinien. Die Rinde wird getrocknet, zerkleinert und meist als lose Rinde, als Schnitt oder in Teebeuteln verkauft. Ein Blick auf die Herkunft lohnt sich.
- Herkunftsangabe: Seriöse Anbieter nennen Land und Art. Fehlt jede Angabe, ist Zurückhaltung angebracht.
- Bio-Qualität: Sie schließt Pestizidrückstände nicht vollständig aus, ist aber ein sinnvolles Kriterium. Ein Hinweis auf Laborprüfungen ist ein Pluspunkt.
- Fairer Handel: Siegel für fairen Handel können zeigen, dass die Menschen vor Ort an der Ernte beteiligt werden. Frag im Zweifel beim Händler nach.
- Lose Rinde oder Beutel: Lose Rinde lässt sich leichter beurteilen. Sie sollte trocken, geruchsneutral oder leicht holzig duften und keine Schimmelspuren zeigen.
Lagerung
Bewahre die Rinde trocken, dunkel und luftdicht auf, zum Beispiel in einem Schraubglas. Feuchtigkeit ist der größte Feind, denn dann kann sich Schimmel bilden. Riecht die Ware muffig, entsorge sie. Gekochten Tee füllst du am besten in eine saubere Kanne oder Flasche, stellst ihn in den Kühlschrank und trinkst ihn innerhalb von ein bis zwei Tagen.
Lapacho Tee in Varianten
Weil der Tee von Haus aus mild und leicht süßlich ist, lässt er sich gut mit anderen Zutaten kombinieren.
- Mit Zimt oder Vanille: Eine Zimtstange oder ein Stück Vanilleschote mitkochen. Das unterstreicht die vanillige Note.
- Mit Zitrus: Orange, Zitrone oder Limette, besonders als Eistee.
- Mit Kräutern: Minze, Zitronenmelisse oder Zitronengras ergeben eine frische Mischung.
- Mit Honig oder Ahornsirup: Wer es süßer mag, gibt einen kleinen Löffel dazu, aber nur nach dem Abkühlen auf Trinktemperatur.
- Als Eistee: Eine größere Menge kochen, abkühlen lassen, kalt stellen und mit Eiswürfeln und Zitrone servieren.
Zweiter Aufguss
Die Rinde lässt sich in der Regel ein zweites Mal aufkochen. Der zweite Tee fällt etwas heller und milder aus. Nutze dafür die gleiche Rinde innerhalb weniger Stunden und lagere sie bis dahin abgedeckt im Kühlschrank.
Zubehör und Wasser
Du brauchst einen Topf mit Deckel, ein feines Sieb und eine Kanne. Eine Thermoskanne hält den Tee warm, wenn du ihn für mehrere Stunden vorbereiten willst. Weiches Wasser lässt den milden Geschmack klarer hervortreten, bei sehr hartem Wasser kann er etwas flacher schmecken. Spüle den Topf direkt nach dem Kochen aus, denn die Rinde färbt.
Lapacho im Vergleich zu anderen koffeinfreien Getränken
| Tee | Koffein | Geschmack | Zubereitung |
| Lapacho | koffeinfrei | mild, erdig, leicht süßlich | kochen, dann ziehen lassen |
| Rooibos | koffeinfrei | weich, leicht süßlich | überbrühen, 5 bis 10 Minuten |
| Honeybush | koffeinfrei | honigartig, mild | überbrühen, 5 bis 10 Minuten |
| Yerba Mate | enthält Koffein | herb, würzig | Aufguss, 3 bis 5 Minuten |
Lapacho im Alltag und als Ritual
Das Kochen der Rinde dauert etwas länger als ein Beutelaufguss, und genau darin liegt ein Reiz. Statt schnell eine Tasse zu machen, nimmst du dir Zeit: Rinde abwiegen, Wasser aufsetzen, auf das leise Köcheln hören und dann abgedeckt warten. Wer diesen Rhythmus mag, findet im Beitrag Tee-Ritual weitere Anregungen. Eine Tasse am späten Nachmittag ist zum Beispiel eine gute Teepause, und weil Lapacho kein Koffein enthält, passt er auch in den Abend.
Häufige Fragen
Wie schmeckt Lapacho Tee?
Mild, leicht süßlich und erdig, mit einer weichen, fast vanilligen Note. Je länger er zieht, desto kräftiger wird er.
Hat Lapacho Tee Nebenwirkungen?
Möglich sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Bei Blutverdünnern kann sich das Blutungsrisiko erhöhen. In der Schwangerschaft solltest du ihn meiden.
Wie bereite ich Lapacho Tee zu?
Etwa 10 g Rinde mit 1 Liter Wasser 5 Minuten kochen, dann 10 bis 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen.
Was ist Lapacho Extrakt?
Extrakte sind konzentrierte Auszüge aus der Rinde und noch weniger erforscht als der Tee. Sprich vor der Einnahme mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Kann ich Lapacho Tee kalt trinken?
Ja. Koche ihn wie gewohnt, lass ihn abkühlen und stelle ihn in den Kühlschrank. Mit Zitrone oder Minze ist er ein milder Eistee.
Wie lange hält sich gekochter Lapacho Tee?
Im Kühlschrank in einem sauberen, verschlossenen Gefäß ein bis zwei Tage. Wird er trüb oder riecht er anders, schütte ihn weg.
Enthält Lapacho Tee Koffein?
Nein, Lapacho ist koffeinfrei.
Fazit
Lapacho-Tee ist ein Getränk aus Südamerika, vergleichbar mit Yerba Mate Tee. Als gelegentlicher, koffeinfreier Aufguss kann er schmecken. Wegen möglicher Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit Blutverdünnern solltest du vorsichtig sein, in Schwangerschaft und Stillzeit besser verzichten und bei Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Wenn du einen koffeinhaltigen Tee mit langer Teekultur suchst, wirf einen Blick auf Matcha Tee oder Oolong Tee. Eine würzige, wärmende Alternative ist Ingwer-Tee.
Quellen
Titelbildquelle: ©Ekaterina Kasimova - unsplash.com