Cistustee – Zubereitung, Wirkung & Mehr

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Viele schwören auf ihn, andere kennen ihn nicht. Beheimatet ist er im Mittelmeerraum, vor allem auf Kreta. Er liebt sonnige, trockene Gebiete. Cistustee wirkt als Heiltee und trägt durch seine Vielzahl an Antioxidantien und Vitaminen zur Immunstärkung bei. Hast du Erkältungserscheinungen, Magen-Darm-Beschwerden oder Hautprobleme, dann greif zu diesem Allzweckkraut. Hast du Beschwerden im Mundraum, dann trink etwas Cistustee. Er verhilft dir durch seine natürliche antiseptische Wirkung zur Linderung der Beschwerden. Hab ich dein Interesse geweckt? Dann lies doch einfach weiter.

Was ist Cistustee?

Kurz und knackig gesagt, wird der Cistustee auch Zistrosentee genannt aus den Blättern der graubehaarten Zistrose hergestellt. Sie ist klein, sieht krautähnlich aus und hat schöne rosa Blüten. Beheimatet ist diese Pflanze in den sonnigen und trockenen Regionen Südeuropas, vor allem in Griechenland. Wer von uns wäre nicht gerne in Griechenland mit dem tollen Klima und dem mediterranen Flair? Im Endeffekt bietet Griechenlands Klima alles notwendige für das Wachstum der Zistrosepflanze. Aus den verschiedenen Drüsen der Zistrose wird Harz ausgesondert. Dieser ist leicht klebrig und der Geschmack dieser mediterran duftenden Pflanze ist aromatisch-herb. Zu seinen gesundheitsfördernden Eigenschaften kommen wir gleich.

Wie schmeckt Cistustee?

Je nach Zubereitungsart wird der Geschmack als aromatisch-herb bezeichnet. Jedoch verirren sich auch Beschreibungen wie speziell, intensiv und bitter in der Geschmackserörterung dieses Tees. Deshalb gilt hier „Probieren geht über Studieren“. Nur so findet man heraus ob der Cistustee was für einen ist oder nicht. Falls er dir zu stark im Geschmack sein sollte, scheue dich nicht davor ihn zu mischen. Kräuter wie Zitronenmelisse und Pfefferminze neutralisieren das intensive Aroma des Tees. Was ich persönlich gerne mache ist, ein bis zwei Teelöffel Honig beizumischen und ihn dann auskühlen lassen. Für mich ist dies der perfekte immunstärkende „Eistee“ im Sommer, denn er schmeckt fruchtig aromatisch und hat so nichts mehr mit dem Wort Kräutertee zu tun.

Die heilende Wirkung

Schon seit dem vierten Jahrhundert weiß man von seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften und heute eignet er sich perfekt für die Alternativmedizin und zur Vorbeugung von Krankheiten. Die Pflanze bringt Antioxidantien und viele Vitamine mit. Von daher ist sie sehr gut für dein Immunsystem und auch deine Haut. Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die die Verbreitung von freien Radikalen in unserem Körper verlangsamen oder verhindern.

Durch ihre von sich aus heilende Wirkung stärkt sie das Immunsystem und hilft dadurch auch beim Abnehmen. Insbesondere bei Erkältungskrankheiten und ihren vorzeitigen Anzeichen solltest du Cistustee eine Chance geben, denn er hat ein sehr großes antioxidatives Potential. Es ist sogar wissenschaftlich belegt, dass Zistrosepflanzen gegen Erkältungen und Hautkrankheiten wirken können. Cistustee kann als Heiltee auf pflanzlicher und natürlicher Basis bezeichnet werden, was immer mehr in den Vordergrund rückt. Vor allem geht der Trend in den letzten Jahren immer mehr dazu seinen Körper natürlichen Wirkstoffen auszusetzen.

Auch als kleiner Tipp; falls du nicht gerne Obst isst und nicht gerne nur Wasser trinkst, kannst du 2 bis 2,5 Liter Tee über den Tag verteilt trinken. Bei Erkältungen ist diese Dosis wirklich hilfreich, achte nur darauf dass keine Unverträglichkeit vorhanden ist. Denn wenn man zu viel von dem super Heilkraut zu sich nimmt, führt dies zu Übelkeit. Cistustee versorgt dich so mit Polyphenolen und Flavonoiden.

Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe und sogenannte aromatische Verbindungen. Vor allem Antioxidantien haben sie viele gesundheitliche Wirkungen. Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Zu ihren zahlreichen Wirkungen zählen unter anderem, die der antibakteriellen, antioxidativen und die der entzündungshemmenden Wirkung.

Cistustee und seine Zubereitung

Wir empfehlen zwei bis drei Esslöffel Cistuskraut auf einen Liter heissem Wasser aufzukochen. Je nachdem wie intensiv du den Geschmack haben möchtest, solltest du den Tee zwischen zwei bis fünf Minuten ziehen lassen. Ich persönlich trinke ihn lieber milder und verfeinere ihn mit etwas Honig und Zitrone.

Zistrosentee-zubereiten
© soultea.de, Photographer André Helbig (http://andrehelbig.de/)

Du kannst den Tee auch bis zu einer viertel Stunde abgedeckt ziehen lassen, jedoch sollten es dann ca. zehn Gramm Cistustee auf einen Liter heissem Wasser betragen.Wenn du eine größere Menge Tee auf weniger Wasser nimmst, wird der Tee bitter schmecken. Um dein Immunsystem zu stärken, empfehlen wir drei bis vier Tassen Cistustee täglich. In der kalten Jahreszeit kann er ein schönes Hilfsmittel für dich sein um der Erkältungswelle vorzubeugen.

Die gesundheitlichen Vorteile von Zistrose

Cistustee hilft bei vielen Beschwerden, wie beispielsweise Magen-Darm-Erkrankungen; insbesondere Durchfall, Erkältungen, Hautkrankheiten und Entzündungen oder Erkrankungen im Mundraum. Als natürliches Antibiotikum wirkt es besonders gut im Mundraum und lindert Beschwerden bei Parodontitis, Karies und schmerzhaften Bläschen der Mundschleimhaut. Durch seine desinfizierende Wirkung ist er besonders bei oberflächlichen Bakterien, die sich im Schleim von Mandeln und Bronchien festsetzen sehr erfolgreich.

Cistustee bei Borreliose

Borreliosebakterien werden durch Zeckenbisse übertragen. Bedauerlicherweise gibt es keinen Impfstoff dagegen und nur wenige Stunden nach dem Biss entscheiden über den Verlauf der Krankheitssymptome. Fängt man nicht mit einer Antibiotikatherapie an, beginnt es mit starken Schmerzen in den Gelenken. Diese können übergehen in Lähmungserscheinungen und sogar die Sprachfähigkeit mindern. Das Ergebnis dieses Leidensweges ist leider der eines Pflegefalls. Es gibt jedoch immer mehr Vorfälle, in denen Betroffene von fast vollständigem Verschwinden der Symptome berichten. Cistustee soll dabei unterstützende Hilfe geleistet haben, jedoch gibt es hier wie bei allen natürlichen Heilmitteln keine Garantie.

Cistustee in der Schwangerschaft

Dieses Wunderkraut hat eine antibakterielle und antivirale Wirkung und man sagt ihm eine Schwermetalle ausleitenden Effekt nach. Cistustee kann in der Schwangerschaft unbedenklich getrunken werden. Mit diesem Tee kann man Mangelerscheinungen vorbeugen und zusätzlich mit Biosäften geschmackliche Abwechslung in den Alltag bringen. Die Hauptsache ist, dass die Schwangere viele Nährstoffe zu sich nimmt und die Einnahme von bis zu einem Liter wird in der Schwangerschaft empfohlen.

Cistustee für die Haut

Wie du bereits weisst ist Cistustee nicht nur für das innerliche Wohlbefinden und zur Immunstärkung wunderbar, sondern hilft auch äusserliche Wunden schneller zu heilen. Als Badezusatz kann er deiner Haut guttun und dich dabei entspannen. Dazu nimmst du eine große Kanne stark aufgebrühten Cistustee und fügst ihn deinem Badewasser zu. Ein einfacher aber wirkungsvoller Handgriff.

Cistustee bei Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen sind leider nicht sehr gut erforscht und vieles ist noch unbekannt. Warum der eigene Körper sich als Feind sieht und einen angreift, ist leider immer noch nicht gelöst. Polymyositis ist eine entzündliche Erkrankung der Skelettmuskulatur. In einigen Fällen wurde bei Patienten unter kontrollierter Einnahme von Zistrose eine Linderung der Symptome festgestellt. Diese Patienten wurden nicht geheilt, jedoch haben sie viel ihrer Lebensqualität wiedergewonnen.

Weitere Fakten zu Cistustee

Cistustee enthält verschiedene Pflanzenstoffe, wie Flavonoide und Öle wie Sesquiterpene. Sie treten als Bestandteile in ätherischen Ölen auf und übernehmen wichtige biologische Funktionen. Als Beispiel das Farnesol als Pheromon, das Sirenin als pflanzlichen Sexuallockstoff und das Cnicin als Bitterstoff. Sein Harz enthält Polyphenole, die wie du bereits weisst sekundäre Pflanzenstoffe sind und eine antioxidative Wirkung haben. Diese schützt dein Immunsystem vor freien Radikalen, hemmt vor Entzündungen, die durch Stress und verschiedene Umwelteinflüsse herbeigeführt werden. Daher spricht man von Cistus´ vorbeugender und lindernder Wirkung.

So wurde an der Universität von Catania in Italien, bereits vor Jahren herausgefunden welche schützende Wirkung die Zistrose hat. Wissenschaftler haben in einem Versuch an Ratten herausgefunden, dass Cistustee vor Magenschleimhautentzündungen schützen kann.

Fazit

Wir haben jetzt einiges über diesen Allzweckhelfer Cistustee erfahren. Seine Eigenschaften sind auf den ganzen Körper, sowohl innen als auch aussen anzuwenden. Als Helfer und Vorbeuger bei Erkältungskrankheiten schützen seine Antioxidantien und halten dich fit. Kommst du nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause und bist durchgefroren oder willst einfach nur bei einem schönen heißem Bad entspannen. Dann versuch es mit Cistus als Badezusatz und tu deiner Haut zeitgleich etwas Gutes. Übrigens hat Cistustee von Natur aus kein Koffein und kann somit unbedenklich abends getrunken werden. Auch hat Cistustee eine Vielzahl an Gerbstoffen die für das Aroma verantwortlich sind, genauso wie beim Grüntee.

Hast du unseren Tipp schon nachgemacht und Cistus Eistee gemacht? Wie hat er dir geschmeckt? Oder hast du andere Rezepte ausprobiert? Schreib uns deine Erfahrung in die Kommentare. Vielleicht hast du auch noch eine andere leckere Idee, dann teile sie mit uns. Wir freuen uns drauf!

Weiterführende Links

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19828122
https://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/zistrose

Titelbild: © soultea.de, Photographer André Helbig (http://andrehelbig.de/)

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