Hibiskustee: Zubereitung, Wirkung & Mehr

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Hibiskustee ist weit verbreitet und gilt als der Durstlöscher im Sommer. Hibiskus soll bei Erkältungen, Bluthochdruck, Cholesterin und vielen weiteren Erkrankungen helfen können. 

Vor allem in Asien sind Heilpflanzen und alternative Heilmethoden sehr beliebt. Diese Pflanze wird dort für seine medizinische Wirkung sehr geschätzt. Hibiskus ist eine bekannte Pflanze in unseren westlichen Regionen, doch anderen Pflanzen sind in den Vordergrund gerückt als Heilpflanzen. 

Wir wollen bisschen Licht ins Dunkle bringen und die Vorzüge von Hibiskustee erläutern. Hibiskus steht anderen Pflanzen in nichts nach und die Studienlage zeigt Ergebnisse mit Potenzial. Welche das sind, erfährst du in unserem Artikel. 

Wir zeigen dir wie du Hibiskustee am besten zubereitest, um deinen Durst zu löschen an heißen Sommertagen. Wir gehen etwas auf die Inhaltsstoffe ein und welche positiven Eigenschaften Hibiskus hat. 

Was ist Hibiskustee?

Die „sanfte Blüte“ wie Hibiskus liebevoll in Japan genannt wird, gehört zu den Malvengewächsen und wird oft nur als Zierpflanze wahr genommen. Dabei kann Hibiskus viel mehr. Als Tee löscht Hibiskustee deinen Durst wie fast kein anderer Tee, besser als andere Getränke und obendrauf ist er noch kalorienarm. 

Hibiskus, auf Deutsch Eibisch genannt, gehört zur Familie der Malvengewächse und umfasst über 200 Arten. In Deutschland ist vor allem der chinesische Roseneibisch bekannt. Dieser ist durch seine kräftigen leuchtenden roten und rosafarbenen Blüten auffällig. In Ägypten, Mali, Sudan und anderen heißen Regionen ist Hibiskustee als Karkadeh bekannt und ein sehr beliebtes Erfrischungsgetränk. 

Hibiskus fand den langen Weg aus China nach Europa. Doch dauerte es ungefähr bis zum 16. Jahrhundert bis Hibiskus nach Westeuropa gelangte. Daher stammen seine Bezeichnungen Chinarose und Chinesischer Roseneibisch. 

Für Hibiskustee werden die Blüten von der Art “Hibiscus sabdariffa” verwendet.  Sie enthalten viele Säuren und geben Hibiskustee seinen süß-säuerlichen Geschmack. Die Blüten von dieser Variation werden für unterschiedliche Speisen und Getränke verwendet wie Liköre, Limonaden, Marmeladen oder Süßspeisen. Hibiskus wird gerne zusammen mit Hagebutte als Tee getrunken. 

Yerba Mate Tee, Matcha Tee, Sencha Tee – es kamen in den vergangenen Jahren viele neue Teesorten in die westliche Region die sich großer Beliebtheit erfreuen. Hibiskustee wird häufig als der nächste Trend-Tee bezeichnet. Ob er wirklich Chancen darauf hat? Positive Eigenschaften sind bekanntlich nicht das Einzige, was dazu beitragen.  

Hibiskustee Zubereitung

Zur Zubereitung von Hibiskustee werden die fleischigen Blütenkelche verwendet. Hast du selber Hibiskus angepflanzt und möchtest dir daraus Tee machen, musst du warten bis die Pflanzen verblassen, anschließend kannst du sie pflücken. Die Blüten rund um die Kelche musst du entfernen und die Kelche dann trocknen lassen. 

Sind die Kelche getrocknet, kannst du zur Zubereitung übergehen. Dafür benötigst du 250 ml kochendes Wasser und einen gehäuften Esslöffel der rosafarbenen Hibiskusblütenblätter. Du kannst sie dir fein schneiden oder etwas gröber lassen. Anschließend lässt du ihn bis zu 10 Minuten ziehen. Und gießt den Aufguss dann durch ein Sieb. Dann kannst du deine Tasse Tee genießen. 

Für den Sommer kannst du dir natürlich mehr zubereiten. Dafür musst du die Mengen entsprechend anpassen. Für einen Liter Tee brauchst du etwa vier gehäufte Esslöffel Hibiskusblüten. Nach dem Aufbrühen stellst du den Aufguss am besten direkt in den Kühlschrank und lässt ihn abkühlen. 

Wenn der Tee abgekühlt ist, kannst du ihn mit Eiswürfeln, frischer marokkanischer Minze und etwas Honig verfeinern. Nur mit wenigen Handgriffen hast du den perfekten Eistee für den Sommer zubereitet. 

Natürlich kannst du mit der Menge experimentieren und die für dich passende Blüten-Wasser-Menge herausfinden. 

Für den perfekten Eistee kannst du Hibiskustee in Eiswürfel einfrieren und kannst du Hibiskus-Eiswürfel anschließend in den abgekühlten Tee hinzugeben. Dadurch entsteht keine Verwässerung. 

Ab Minute 2:00 erfährst du mehr über Hibiskustee. Viel Spaß beim Schauen!

Hibiskustee Wirkung: Positive Eigenschaften

Hibiskus enthält sehr viele Vitamine, Pflanzenstoffe und Säuren wie Anthocyane, Flavonoide, Phytosterole, Pektine, Terpene, Calcium, Kalium, Vitamin A, Magnesium, Vitamin B1,B2,B3, Phosphor, Vitamin C, Apfelsäure, Hibiskussäure, Weinsäure und Zitronensäure.

Viele Vitamine und Pflanzenstoffe bedeutet im Endeffekt du hast etwas Positives davon. Für was Hibiskustee bekannt ist, was ihm nachgesagt wird und wie weit die Forschung ist, stellen wir dir im nachfolgenden Abschnitt vor. 

Mögliche Eigenschaften von Hibiskus

  • analgetisch (Lindert Schmerzen.)
  • antimikrobiell (Beugt Infektionen vor.)
  • antitussiv (Stillt Husten.)
  • choleretisch (Fördert den Gallenfluss.)
  • harntreibend
  • blutdrucksenkend
  • immunmodulatorisch (Verändert das Immunsystem.)
  • hepato-protektiv (Stärkt die Leber.)
  • antioxidativ (Bekämpft freie Radikale.)

Die vielen Antioxidantien, das Vitamin C in Hibiskus können dafür sorgen dein Immunsystem zu stärken. Bei Antioxidantien und Vitamin C gibt es wohl nichts zu diskutieren, dass diese Wirkstoffe einen positiven Beitrag erbringen können. Denn Antioxidantien wird nachgesagt den Cholesterinspiegel Blutdruck zu senken.

Senkt Bluthochdruck

Hier steigen wir direkt ein und gehen dem Ganzen nach. In einigen Untersuchungen wurde festgestellt, das Menschen mit hohem Blutdruck, die 3 Tassen Hibiskustee am Tag getrunken haben ihren Blutdruck um 7,2 mmHg senken konnten. 

In dieser Zusammenfassung von fünf Studien wird gesagt das Hibiscus sabdariffa Blutdruck um 7,58 mmHg und um 3,53 mmHg senken kann. Unserer Meinung eine positive Tendenz. Fünf Studien, in denen ein positiver Einfluss auf Bluthochdruck festgestellt werden konnte. Wenn du Bluthochdruck hast und Hibiskustee ausprobieren möchtest, musst du das vorher mit deinem Arzt absprechen. Selbstversuche können schiefgehen.

Senkt Cholesterin

Ein hoher Cholesterinspiegel kann für viele Erkrankungen verantwortlich sein, vor allem steht es in direkter Verbindung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hibiskus soll dafür verantwortlich sein das LDL-Cholesterin zu senken. 

In dieser Studie aus dem Jahr 2009 haben 53 Diabetes Typ II Patienten über einen Monat Hibiskustee oder Schwarz Tee getrunken. Leider fand diese Studie mit zwei Teesorten statt und es geht nicht hervor wie viele Teilnehmer von welchem Tee getrunken haben. Die Ergebnisse waren ernüchternd. Lediglich das HDL-Cholesterin zeigte eine positive Veränderung. Und die Tatsache, dass nicht klar ist, welche Teesorte getrunken wurde, verfälscht das Ergebnis komplett. 

2010 fand eine Studie statt, in der die Teilnehmer einen Monat lang, täglich 100 mg Hibiskusextrakt zu sich nahmen. Das Ergebnis der Studie war, dass das Hibiskus dafür verantwortlich sein soll, dass das Gesamtcholesterin gesunken ist und das HDL-Cholesterin gestiegen ist. Leider ist nicht klar, wie viele Menschen an der Studie teilnahmen. 

Stärkt das Immunsystem

Hibiskus enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Antioxidantien. All diese Inhaltsstoffe sind dafür bekannt unsere Gesundheit positiv zu beeinflussen. 

Antioxidantien bekämpfen freie Radikale im Körper, können oxidativen Stress reduzieren und somit einen großen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten. Genauso wirkt das enthaltene Vitamin C wie ein Gesundheitsbooster. Vitamin C ist als altes Hausmittel gegen Erkältungen bekannt. 

Hemmt Entzündungen

Hibikus enthält einen hohen Gehalt der sekundären Pflanzenstoffe Anthozyan und Polyphenol. Diese können eine entzündungshemmende Wirkung hervorrufen.

Hilfe beim Abnehmen

Hibiskus hat eine harntreibende Wirkung, die den Körper beim Entwässern unterstützt. Somit werden verschiedene Stoffe wie z.B. Ödeme aus dem Körper geschwemmt. Das hat nicht nur positiven Einfluss auf die Gesundheit, sondern durch den Wasserverlust kann es zu einer Gewichtsreduktion kommen. 

Aber deswegen würde ich bei einer Diät nicht auf Hibiskus als Geheimwaffe setzen. Es gibt eine Studie mit übergewichtigen Frauen, die Hibiskusextrakt über 12 Wochen genommen haben und eine positive Veränderung ihres Gewichtes hatten. Es wird aber nichts zu weiteren Umständen gesagt wie z.B. ob die Teilnehmerinnen Sport getrieben haben oder ob es eine Kalorienrestriktion gab. 

Definitiv nicht aussagekräftig!

Schützt die Leber

Unsere Leber wird durch verschiedene Einflüsse in unserem Leben beeinflusst. Sei es äußere Umstände, unserem Lebensstil oder die uns zugeführte Nahrung. Über den Darm und die Schleimhäute bekommt die Leber einiges an Arbeit von uns. Da kann es nicht schaden, sie ein wenig zu unterstützen. 

In einer Studie wurde Hamstern Hibiskusextrakt verabreicht. Die Ergebnisse zeigten eine Reduzierung der Marker für Leberschäden. 

Es gab eine Studie mit Menschen, denen über 12 Wochen Hibiskusextrakt verabreicht wurde. Die Ergebnisse waren positiv. Es wurden Fette reduziert, die für eine Fettleber verantwortlich sein können. Die Teilnehmer waren Übergewichtig und es wird nichts zu weiteren Umständen gesagt. Wie haben sich die Teilnehmer ernährt? Haben sie Sport getrieben? Das relativiert die Studie meiner Meinung nach. Trotzdem gibt es eine positive Tendenz. 

Weitere Fakten

Hibiskustee in der Schwangerschaft

Bist du gerade Schwanger und möchtest an einem heißen Sommertag eine Tasse Hibiskustee trinken? Lieber solltest du darauf Verzichten, denn es könnte sein das Hibiskustee auf deinen Hormonhaushalt wirksam werden kann. 

Hibiskustee und Malventee das Selbe?

Es gibt häufiger eine Verwechslung bei den beiden Begrifflichkeiten. Hibiskus gehört zwar zur Familie der Malvengewächse, aber es ist kein Malventee. Mit Malöventee wird ein Aufguss aus den Blüten und Blättern der Wilden Malve  (Malva sylvestris) bezeichnet.

Fazit

Hibiskustee kann auf jeden Fall einen positiven Einfluss auf deine Gesundheit nehmen. Antioxidantien und Vitamine tragen einen wertvollen Beitrag zu deiner Gesundheit bei. Wenn du ernsthafte gesundheitliche Leiden hast, solltest du mit deinem Arzt des Vertrauens den Konsum besprechen. 

Im Sommer kann Hibiskustee deinen Durst löschen und eignet sich hervorragend für den Abend da er kein Koffein enthält. Kräutertees besitzen in der Regel kein Koffein und eignen sich besonders gut für den abendlichen Konsum. Weitere Kräutertees für den Abend sind: Brennnesseltee, Cistustee oder Melissentee

Hast du schonmal selber Hibiskustee zubereitet? Wie war deine Erfahrung? Hat er dir gefallen? Schreib es uns in die Kommentare. Wir freuen uns auf den Austausch!

Weiterführende Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Karkadeh
https://de.wikipedia.org/wiki/Hibiskus
https://www.medicalnewstoday.com/articles/318120

Titelbildquelle: © Philippe Donn – pexels.com

Hi, ich bin Denis. Initiator von Tea'n'Chill. Fitness-Fan, Querdenker und Problemlöser. Mit Tea'n'Chill versuche ich selber Gelassenheit zu lernen und zu lehren. Ich hoffe es hilft dir! :)

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