Koriander Tee: Zubereitung, Geschmack & Hinweise

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Koriandertee wird aus den getrockneten, zerstoßenen Früchten (Koriandersamen) oder aus Blättern des Echten Korianders aufgebrüht. Er schmeckt mild, warm und leicht nussig-orangenartig.
Für eine Tasse nimmst du 1 bis 2 Teelöffel zerstoßene Samen, übergießt sie mit kochendem Wasser und lässt den Tee zugedeckt etwa 10 Minuten ziehen. Hier erfährst du, wie du ihn zubereitest, wie er schmeckt und worauf du achten solltest.
Was ist Koriander Tee?
Koriander Tee wird aus dem Echten Koriander (Coriandrum sativum) hergestellt, einem Doldengewächs. Die Pflanze ist seit Jahrtausenden als Gewürz in Gebrauch und heute weltweit verbreitet.
Für den Tee werden Koriandersamen (botanisch: reife Früchte) oder Blätter mit heißem Wasser übergossen. Am gebräuchlichsten sind die zerstoßenen Samen. Sie schmecken mild, warm, nussig bis holzig und teils leicht orangenartig. Getrocknete Blätter haben kaum Aroma, da sich das typische Blattaroma beim Trocknen weitgehend verliert.
Koriander Tee Zubereitung
Die Zubereitung ist einfach. Du brauchst getrocknete Samen oder Blätter, am besten aus dem Lebensmittel- oder Apothekenhandel.
- 1 bis 2 Teelöffel Koriandersamen, kurz im Mörser angedrückt (oder getrocknete Blätter)
- 150 bis 200 ml kochendes Wasser (ca. 100 °C)
- Zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen
- Als Orientierung 1 bis 3 Tassen am Tag; wenn du ihn dauerhaft trinken möchtest, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt
Das Zudecken ist wichtig, damit sich die ätherischen Öle nicht mit dem Dampf verflüchtigen. Wenn du ihn mild magst, kannst du ihn mit Fencheltee mischen.
Geschmack, Aroma und Inhaltsstoffe
Die reifen Früchte des Korianders sind vor allem ein Gewürz. Im Tee geben sie ein warmes, mildes Aroma ab. Das ätherische Öl der Früchte besteht überwiegend aus Monoterpenen wie Linalool, das für den leicht blumig-zitrusartigen Duft verantwortlich ist.
Mischungen für den Abend
Gängige Mischungen enthalten neben Koriander auch Fenchel, Anis und Kümmel. Das ergibt einen würzigen Gewürztee, den viele nach dem Essen mögen. Wenn du ihn milder magst, nimm weniger Samen oder mische ihn mit Fencheltee.
Koriandersamen in der Küche
In manchen Ländern werden Koriandersamen nach dem Essen gekaut, unter anderem wegen des frischen Geschmacks. Als Gewürz passen sie zu Kohlgerichten, Brot, Currys und eingelegtem Gemüse. Wenn du sie vor dem Aufgießen kurz in einer trockenen Pfanne röstest, wird das Aroma intensiver und nussiger.
Ein Tee als Pause
Ein warmer Gewürztee ist ein schöner Anlass für eine kurze Pause: Samen andrücken, aufgießen, zugedeckt ziehen lassen und den Duft genießen. Mit gesundheitlichen Erwartungen solltest du den Tee nicht verbinden. Bei Beschwerden wie anhaltenden Magenschmerzen, Durchfall mit Fieber oder Gelenkschmerzen gehörst du in ärztliche Behandlung, ein Tee ersetzt das nicht. Setze verordnete Medikamente nie auf eigene Faust ab.
Nebenwirkungen und Hinweise
- Allergien: Koriander gehört zu den Doldenblütlern wie Sellerie, Fenchel, Anis und Karotte. Wenn du auf Pflanzen dieser Familie allergisch reagierst, probiere vorsichtig oder meide Koriander.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Für Tee in größeren Mengen fehlen Daten. Bei kleinen Mengen als Gewürz ist das unbedenklich; als regelmäßiger Tee besprich es bitte vorher mit Ärztin oder Arzt.
- Kinder: Für Tee bei Kindern gibt es keine gesicherten Angaben. Frag bitte die Kinderärztin oder den Kinderarzt.
- Medikamente: Wenn du regelmäßig Arzneimittel einnimmst, vor allem bei chronischen Erkrankungen, sprich vor dauerhaftem Teekonsum mit deiner Praxis.
- Grenzen: Bei anhaltenden oder starken Beschwerden ersetzt Koriandertee nicht den Arztbesuch.
Weitere interessante Fakten über Koriander
Der Koriander wird im Volksmund auch Wanzendill genannt, weil der Geruch der frischen Blätter und unreifen Früchte manche an Wanzen erinnert. Wegen der Ähnlichkeit mit Petersilie heißt er auch Chinesische oder Asiatische Petersilie. Die Pflanze kann bis zu etwa 80 cm hoch werden und ist mit Kümmel und Fenchel verwandt. Die reifen Früchte schmecken deutlich milder als die Blätter; der seifige Geschmack, den manche Menschen den frischen Blättern zuschreiben, ist individuell verschieden.
In der Küche ist Koriander in Südamerika, Südostasien und im Nahen Osten ein gängiges Gewürz für Eintöpfe, Suppen und Currys. Frische Blätter gibst du erst zum Schluss dazu, weil sie beim Mitgaren an Aroma verlieren. Die Früchte nimmst du ganz oder gemahlen, zum Beispiel in Currymischungen.
Koriander anbauen, ernten und einkaufen
Anbau im Garten oder Topf
Koriander ist einjährig und lässt sich ab dem Frühjahr direkt ins Beet oder in einen tiefen Topf säen. Er mag einen sonnigen Platz und lockeren Boden. Die Pflanze bildet weiße bis zartrosa Dolden, aus denen später die runden Früchte reifen. Wenn du Samen für Tee gewinnen willst, lass einige Pflanzen blühen und stehen, statt ständig Blätter zu pflücken.
Ernte und Trocknung
Die Früchte sind reif, wenn sie sich bräunlich färben und der Duft süßlich-würzig wird. Schneide die Dolden samt Stängel ab, binde sie zu kleinen Bündeln und hänge sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf. Ein untergelegtes Tuch fängt herabfallende Früchte auf. Sind sie ganz trocken, kannst du sie ausklopfen und in einem Glas aufbewahren.
Worauf du beim Kauf achtest
Im Handel findest du Koriander meist als ganze oder gemahlene Samen in der Gewürzabteilung. Für Tee sind ganze Samen die bessere Wahl, denn sie behalten ihr Aroma deutlich länger. Gemahlenes Pulver verliert schneller an Duft und lässt sich schwer abseihen. Achte auf Bio-Qualität, einen klaren Duft und möglichst gleichmäßig gefärbte, unversehrte Früchte. Muffiger Geruch oder Feuchtigkeit in der Packung sind ein Grund, die Ware nicht zu verwenden.
Lagerung und Haltbarkeit
Bewahre die Samen luftdicht, dunkel und trocken auf, am besten in einem Schraubglas. Zerstoße immer nur die Menge, die du gleich brauchst. So bleibt das ätherische Öl in der Frucht, bis du es brauchst. Nach ein bis zwei Jahren verliert Koriander merklich an Duft; dann lohnt sich ein frischer Einkauf.
Koriandertee in Varianten und Rezeptideen
- Geröstet: Röste die Samen eine Minute in einer trockenen Pfanne, bis sie duften, und stoße sie dann an. Der Tee schmeckt nussiger und etwas kräftiger.
- Mit Zitrus: Eine Scheibe Orange oder Zitrone im Glas betont die zitrusartigen Töne der Samen.
- Gewürzmischung: Koriander passt zu Kardamom, Zimt, Fenchel und einem Stück Ingwer. Wenn dich das interessiert, schau dir auch den Chai Tee an, der mit ähnlichen Gewürzen arbeitet.
- Kalt aufgegossen: 1 Teelöffel angedrückte Samen mit 300 ml kaltem Wasser ansetzen und einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Das Ergebnis ist mild und leicht süßlich.
- Eistee: Abgekühlter Aufguss mit Eiswürfeln, Limette und Minze, bei Bedarf mit Honig oder Zuckersirup gesüßt.
- Sirup: Koche Wasser mit Zucker und angedrückten Samen kurz auf, lass alles ziehen und seihe ab. Der Sirup passt zu Limonade, Joghurt oder Gebäck.
Samen oder Blätter im Vergleich
| Samen (Früchte) | Getrocknete Blätter | |
| Aroma | warm, nussig, leicht zitrusartig | sehr schwach |
| Zubereitung | angedrückt, 10 Minuten, zugedeckt | wenige Minuten |
| Haltbarkeit | ganz lange gut lagerbar | verliert schnell Aroma |
| Verwendung | Tee, Brot, Currys, Eingelegtes | eher als Zutat in Gerichten |
Koriander und Wasser
Verwende frisches, kaltes Wasser und bringe es sprudelnd zum Kochen. Da die Samen von einer festen Schale umgeben sind, brauchen sie die volle Hitze und etwas Zeit. Sehr kalkhaltiges Wasser kann den Geschmack leicht verändern. Wenn dir das auffällt, nimm gefiltertes Wasser.
Koriandertee im Alltag
Ein Gewürztee passt gut in kleine Rituale. Nach dem Essen, am Nachmittag oder wenn du einfach kurz innehalten willst: Wasser aufsetzen, Samen andrücken, den ersten Duft einatmen. Mehr Ideen für bewusste Pausen findest du im Beitrag Teepause, und wie du Zubereitung zu einem festen Ritual machst, steht im Beitrag Tee-Ritual. Koriandertee enthält kein Koffein und lässt sich daher zu jeder Tageszeit trinken.
Häufige Fragen
Wie macht man Koriandertee selber?
1 bis 2 Teelöffel zerstoßene Koriandersamen mit etwa 200 ml kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Wie schmeckt Koriandertee?
Mild, warm, nussig bis holzig und leicht orangenartig. Wer es herzhafter mag, mischt Fenchel oder Anis dazu.
Kann ich Koriandertee täglich trinken?
Ein paar Tassen über kurze Zeit gelten als unproblematisch, sofern du keine Allergie gegen Doldenblütler hast. Für den Dauergebrauch gibt es keine gesicherten Angaben; sprich bei Dauergebrauch mit deiner Praxis.
Koriandersamen oder Blätter: was ist besser für Tee?
Für Tee nimmt man meist die Samen, weil sie ätherische Öle und ein mildes Aroma haben. Getrocknete Blätter schmecken kaum nach etwas.
Wie oft kann ich Koriandersamen aufgießen?
Ein zweiter Aufguss ist möglich. Er schmeckt etwas milder, besonders wenn du die Samen nicht frisch angedrückt hast.
Hat Koriandertee Koffein?
Nein, Koriander enthält kein Koffein.
Wie lagere ich Koriandersamen?
Luftdicht, dunkel und trocken, am besten ganz. Zerstoße sie erst kurz vor dem Aufgießen.
Fazit
Koriandertee ist ein milder Gewürztee mit warmem Aroma, den du gern nach dem Essen trinken kannst. Probiere ihn vorsichtig aus, achte auf eine mögliche Allergie und hole bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat. Ähnliche milde Kräuter sind Basilikum Tee oder Petersilientee.