Brahmi Tee: Zubereitung, Geschmack & Hinweise

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Brahmi Tee wird aus den Blättern des Kleinen Fettblatts (Bacopa monnieri) zubereitet, einer Pflanze aus der ayurvedischen Tradition. Der Tee schmeckt krautig und eignet sich für alle, die ayurvedische Pflanzen kennenlernen möchten. Wegen fehlender Sicherheitsdaten solltest du ihn in Schwangerschaft und Stillzeit meiden.
Hier liest du, was Brahmi Tee ist, wie du ihn zubereitest und worauf du achten solltest.
Was ist Brahmi Tee?
Das Kleine Fettblatt (Bacopa monnieri) ist im Ayurveda als Brahmi bekannt und wird dort seit Jahrhunderten verwendet. Die Pflanze enthält Saponine, darunter die Bacoside, die als wichtige Inhaltsstoffe gelten. Hierzulande wird sie manchmal als „Superfood“ beworben. Das ist ein Werbebegriff.
Brahmi gehört zur Familie der Wegerichgewächse, zu der auch der Spitzwegerich zählt. Die Gattung Bacopa umfasst mehrere Dutzend Arten. Häufig wird Brahmi mit Centella asiatica (Gotu Kola) verwechselt, die in manchen Regionen ebenfalls „Brahmi“ genannt wird. Mehr zur anderen Pflanze findest du im Beitrag Gotu Kola Tee.
Das Kleine Fettblatt stammt ursprünglich aus Feuchtgebieten in Süd- und Südostasien, unter anderem aus Indien und Nepal, und ist heute in vielen tropischen Regionen verbreitet. Als Anbauland wird vor allem Indien genannt.
Die Pflanze bevorzugt tropische Regionen und verträgt keine Kälte. Sie ähnelt einer Sukkulente und bleibt meist niedrig, bei etwa 15 cm Höhe, die kriechenden Triebe können deutlich länger werden. Ihre Blätter sind klein und dick, daher der Name „Kleines Fettblatt“. Die zarten Blüten sind weiß bis hellblau.
Brahmi Tee Zubereitung
Viele Pflanzen der ayurvedischen Küche werden in Gerichten verwendet, einige lassen sich auch als Tee aufbrühen. Für Brahmi Tee nimmst du die getrockneten Blätter.
- Gib 1 bis 2 Teelöffel getrocknete Blätter in eine Tasse (ca. 250 ml), oder halte dich an die Packungsangabe.
- Übergieße sie mit heißem, nicht mehr sprudelnd kochendem Wasser.
- Lass den Tee abgedeckt etwa 15 Minuten ziehen.
- Seihe ihn durch ein Teesieb ab.
Beginne mit einer Tasse am Tag. Eine belegte Dosierung für Tee gibt es nicht. Nahrungsergänzungsmittel enthalten standardisierte Extrakte, deren Gehalt höher ist als bei einem Tee.
Geschmack und Ritual
Der Geschmack ist krautig, leicht herb und etwas grasig. Ob er dir zusagt, ist Geschmackssache. Mit Zitronenmelisse, Minze oder etwas Honig wird die Tasse milder. Honig ist für Säuglinge unter einem Jahr nicht geeignet.
Brahmi in der Ayurveda-Tradition
Im Ayurveda hat Brahmi einen festen Platz und gilt als eine der bekannten Pflanzen. Hierzulande findest du sie in Teemischungen, Pulvern und Nahrungsergänzungsmitteln. Der Name „Brahmi“ geht auf Brahma zurück, den Schöpfergott der hinduistischen Tradition.
Brahmi und Gotu Kola
Weil beide Pflanzen in manchen Regionen „Brahmi“ heißen, kommt es oft zu Verwechslungen. Achte beim Kauf auf den botanischen Namen: Bacopa monnieri oder Centella asiatica.
Eine Teepause für dich
Ein Tee aus Brahmi kann ein kleines Ritual für ruhige Minuten sein, zum Beispiel am Schreibtisch oder am Abend. Mehr Anregungen für kleine Pausen findest du unter Achtsamkeitsübungen. Ein anderer Tee der Ayurveda-Tradition ist Ashwagandha Tee, bei dem allerdings ernsthafte Warnungen vorliegen.
Nebenwirkungen und Hinweise
- In Studien mit Extrakten traten bei einigen Teilnehmenden Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall auf. Schwere Nebenwirkungen wurden nicht berichtet, die Datenlage zur Sicherheit ist aber begrenzt.
- Zu Schwangerschaft, Stillzeit und Kindern liegen keine ausreichenden Daten vor. Verzichte in diesen Fällen auf den Tee.
- Wenn du Medikamente nimmst, besonders solche, die auf das Nervensystem wirken, frage vorher in der Apotheke oder bei deiner Ärztin nach.
- Brahmi Tee ist ein Genussmittel und kein Arzneimittel. Bei anhaltenden Beschwerden, auch bei Konzentrationsproblemen, lass die Ursache ärztlich abklären.
Botanik und Lebensraum
Das Kleine Fettblatt ist eine kriechende Pflanze, die gern an feuchten Orten wächst, etwa an Ufern, in Sumpfgebieten und auf nassen Böden. Die Triebe breiten sich am Boden aus und bilden dichte Teppiche. Wegen der hübschen Blätter wird Bacopa monnieri auch als Aquarienpflanze angeboten, und das ist eine ganz andere Verwendung als im Tee.
Für den Tee wird das Kraut geerntet, also Blätter und Triebe, und anschließend getrocknet. Ihre Inhaltsstoffe schwanken je nach Standort und Erntezeit.
Brahmi und Gotu Kola im Vergleich
Weil beide Pflanzen in manchen Regionen „Brahmi“ genannt werden, lohnt sich ein Vergleich:
| Merkmal | Bacopa monnieri | Centella asiatica |
| Deutscher Name | Kleines Fettblatt | Gotu Kola, Asiatisches Wassernabelkraut |
| Familie | Wegerichgewächse | Doldenblütler |
| Blätter | klein, dick, fleischig | rundlich bis nierenförmig, dünner |
| Geschmack | krautig, leicht herb | mild, grasig |
Einkauf und Lagerung
Prüfe beim Kauf den botanischen Namen, den Pflanzenteil und die Herkunft. Ein Bio-Siegel und nachvollziehbare Angaben zum Anbau sind ein Pluspunkt. Bei Pflanzen aus Übersee können Rückstände und Verunreinigungen vorkommen. Anbieter, die ihre Ware prüfen lassen und das belegen, sind hier die bessere Wahl. Tees mit mehreren Zutaten haben oft nur einen kleinen Brahmi-Anteil. Wenn du die Pflanze wirklich kennenlernen möchtest, nimm eine Packung mit einer einzigen Zutat.
Bewahre die getrockneten Blätter luftdicht, trocken und dunkel auf. Zu viel Licht und Luft lassen das Grün verblassen und das Aroma schwinden. Kaufe lieber kleinere Packungen und verbrauche sie in überschaubarer Zeit. Offene Tüten solltest du in eine Dose umfüllen und mit dem Kaufdatum beschriften.
Varianten und Geschmack
- Mit Zitronenmelisse oder Minze: Beide bringen Frische in den grasigen Geschmack.
- Mit Kardamom oder Zimt: Die Gewürze sorgen für Wärme.
- Kalt aufgegossen: Blätter mit kaltem Wasser übergießen und einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, dann mit Zitronenscheibe servieren.
Das Wasser sollte nicht mehr sprudeln. Ein zweiter Aufguss ist möglich, er schmeckt aber schwächer. Erhöhe dafür weder Menge noch Ziehzeit.
Kleine Pausen im Alltag
Für dich zählt bei einem Tee wie diesem zunächst, was du an der Tasse magst: der Duft, die Wärme, die Pause. Eine kurze Teepause am Schreibtisch kann schon genügen: Handy zur Seite, Tasse in beide Hände nehmen, in Ruhe trinken. Wer mehr Ruhe in den Tag bringen möchte, findet Anregungen unter Entschleunigung im Alltag und Tee-Ritual.
Fazit
Brahmi ist eine traditionsreiche Pflanze der ayurvedischen Welt. Als Tee kannst du sie ausprobieren, wenn dir der krautige Geschmack gefällt. Achte dabei auf die Hinweise zur Sicherheit.
Häufige Fragen
Wie schmeckt Brahmi Tee?
Der Geschmack ist krautig. Ob er dir zusagt, ist Geschmackssache. Du kannst ihn mit anderen Kräutern mischen.
Ist Brahmi dasselbe wie Gotu Kola?
Nein. Brahmi meint meist Bacopa monnieri (Kleines Fettblatt), Gotu Kola ist Centella asiatica. Beide Namen werden aber manchmal vertauscht.
Wie bereite ich Brahmi Tee zu?
Übergieße 1 bis 2 Teelöffel getrocknete Blätter mit heißem, nicht mehr sprudelndem Wasser, lass den Tee abgedeckt etwa 15 Minuten ziehen und seihe ihn ab.
Kann ich Brahmi Tee in der Schwangerschaft trinken?
Es gibt keine ausreichenden Daten, deshalb: lieber nicht. Mehr dazu unter Tee in der Schwangerschaft.
Enthält Brahmi Tee Koffein?
Nein. Brahmi Tee besteht aus den Blättern des Kleinen Fettblatts und enthält kein Koffein.
Worauf achte ich beim Kauf?
Auf den botanischen Namen (Bacopa monnieri), den Pflanzenteil, die Herkunft und ein Bio-Siegel. Eine Packung mit nur einer Zutat zeigt dir den Geschmack am besten.
Kann ich Brahmi Tee kalt trinken?
Ja, zum Beispiel als kalt aufgegossenen Tee mit Zitrone oder Minze. Der Geschmack ist dann etwas milder.
Quellen
Titelbildquelle: Bild von D_Theodora auf Pixabay