Ginkgotee: Zubereitung, Wirkung & Mehr

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Ginkgo biloba ist nicht nur eine der ältesten Baumarten auf der Welt, sie kann aufgrund der zahlreichen Antioxidantien auch viele gesundheitliche Vorteile bieten. Viele Menschen konsumieren Ginkgo wegen seiner gedächtnisfördernden Eigenschaften. Was genau an diesen Eigenschaften dran ist, erklären wir dir in unserem Beitrag. Wir erklären außerdem, wie du dir einen leckeren Tee zubereiten kannst, versuchen dir den Geschmack ein bisschen näherzubringen und gehen auf die bekannten Wirkungen ein. 

Was ist Ginkgotee?

Ginkgo biloba ist eine Baumart die aus China stammt und der letzte existierende Vertreter der “Ginkgoales”. Das ist eine mittlerweile ausgestorbene Gruppe von Samenpflanzen. Der Baum ist weltweit verbreitet und gilt teilweise als Symbol für Frieden und für die Liebe zur Natur. 

Den enthaltenen Stoffen, z.B. Bilobalid, Ginkgolid, Ginkgolsäure und den Flavonoiden, werden die positiven Eigenschaften von Ginkgotee nachgesagt.

Ginkgotee Zubereitung 

Ginkgo biloba wird vor allem gerne wegen seiner Fähigkeiten, das Gedächtnis zu verbessern und die Konzentrationsfähigkeit zu unterstützen, zu sich genommen. Manche mögen es nicht Kapseln oder Tabletten zu schlucken und greifen dann gerne zu einem Tee, der sehr leicht und schnell zubereitet ist.

Dafür brauchst du nur mindestens einen Teelöffel getrocknete Ginkgoblätter, die idealerweise klein geschnitten sind und natürlich etwas heißes Wasser. Wenn du dir eine Tasse Tee zubereiten möchtest, dann brauchst du ungefähr 300 bis 400 ml. Anschließend nur noch das heiße, nicht kochende Wasser über die getrockneten Blätter gießen, 7 – 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und schon kannst du deinen Tee genießen.

Ginkgotee schmeckt, wie andere Kräutertees auch, leicht bitter, weswegen ihn viele gerne mit Honig oder Zitronensaft süßen.

Natürlich kannst du, wenn du das Glück hast und Ginkgo biloba Bäume in deiner Nähe wachsen, frische Blätter sammeln und daraus einen Tee zubereiten.

Ginkgotee Wirkung: Positive Eigenschaften

Ginkgo biloba ist vor allem für die Verbesserung der kognitiven Funktionen bekannt. Nicht umsonst werden sehr viele Ginkgo biloba Produkte mit Versprechungen einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit und einer längeren Erinnerungsfähigkeit beworben. Und es gibt zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt, die unglaubliche Effekte versprechen. Das kann natürlich eine falsche Erwartungshaltung schüren, wofür aber die Pflanze nichts kann. 

Nichtsdestotrotz hat diese Pflanze entsprechende Eigenschaften und nachfolgend wollen wir auf einige davon eingehen. Sie kann beispielsweise:

  • die Durchblutung des Gehirns verbessern
  • Gefäßwände schützen
  • das Energielevel erhöhen
  • Depressionen reduzieren
  • Bei Männern das sexuelle Verlangen steigern

Antioxidantien

Ginkgo biloba hat einen besonders starken antioxidantischen Effekt. Das liegt daran, dass in Ginkgo sehr viele Flavonoide und Terpenoide enthalten sind, die letztendlich das im Körper machen, was sie machen sollen: freie Radikale bekämpfen. Wie wir alle wissen, sind freie Radikale unter anderem für Stress, Entzündungen und verschiedene andere, für den Körper ungesunde, Dinge verantwortlich.

Nicht nur, dass der hohe Anteil an Antioxidantien in Ginkgo Stress reduzieren und somit auch das Hautbild verbessern kann, es können dadurch auch viele Entzündungen im Körper reduziert werden wie z.B. das Reizdarmsyndrom, Arthritis, Herzerkrankung oder Schlaganfälle. 

Dafür haben wir hier zwei Studien (1 und 2) rausgesucht, die auf diese Punkte eingehen. 

Durchblutung und Herzgesundheit

In zwei Studien aus dem Jahr 2018 wurde festgestellt, dass es nach der Einnahme zu einer sofortigen Verbesserung der Durchblutung in verschiedenen Körperteilen kam. Das ist darauf zurückzuführen, dass Ginkgo die Blutgefäße erweitert. Es wird vermutet, dass viele der positiven Eigenschaften von Ginkgo generell auf die Eigenschaft der Erweiterung von Blutgefäßen zurückzuführen sind. 

Leider sind wie bei vielen anderen Pflanzen noch mehr Untersuchungen notwendig, um eine eindeutige Aussage treffen zu können, wie Ginkgo mit seinen Eigenschaften tatsächlich auf Gehirn, Herz und Blutgefäße wirkt. 

Gehirnfunktion

Das ist wahrscheinlich die Eigenschaften, wofür Ginkgo hauptsächlich bekannt ist: die Verbesserung der Gehirnfunktion. Wir haben uns drei Studien (1,2,3) angeschaut, die über unterschiedliche Zeiträume stattfanden. Die Ergebnisse der Studien zeigten, dass die Einnahme von Ginkgo keinen signifikanten Effekt auf die Gehirnfunktionen hatte. Auf den ersten Blick enttäuschend, aber auch hier sind die Ergebnisse inkonsistent, weswegen mehr Forschung notwendig ist.

Interessante Fakten

Geschichte des Ginkgobaums

Auf der gesamten Welt gibt es nur wenige Baumarten, die eine so lange Historie haben wie der Ginkgobaum. Die Gattung der Ginkgobäume war vor 125 Millionen Jahren sehr stark auf der Welt verbreitet, mittlerweile ist der existierende Ginkgobaum der letzte Überlebende seiner Art. Was am Ginkgobaum noch beeindruckend ist; dass er über 3000 Jahre alt werden und eine Höhe von bis zu 30 Meter erreichen kann! Man behauptet, dass dieser Baum so robust ist, dass er sogar eine Atombombe in Hiroshima überlebt hat. Und bei den ganzen beeindruckenden Fakten über seine Geschichte, hat der Baum auch noch ein schönes Äußeres. Im Sommer sind es schöne hellgrüne und im Herbst leuchtend, gelb-braune Blätter.

Damit der Baum fruchtbare Früchte abgibt, werden zwei Bäume benötigt. Einmal mit männlichen und einmal mit weiblichen Blüten. Für Hobbygärtner ist es wahrscheinlich nicht so schön, dass die weiblichen Ginkgobäume nach etwas mehr als 30 Jahren schlecht riechende Früchte abgeben. Manche sagen, die Früchte riechen nach schlecht gewordener Butter. 

Die Frucht des Ginkgobaumes ist giftig, weswegen du sie nicht einfach so essen und auch nicht auf dem Samen herumkauen solltest.

Fazit

Der Ginkgobaum hat nicht nur eine beeindruckende Historie, sondern auch viele positive Eigenschaften. Vor allem was die Förderung der Durchblutung angeht, auch wenn es keine eindeutigen Ergebnisse durch Studien gibt. Sinnlich glaube ich, dass an der Wirkung etwas dran ist, da die Pflanze schon seit hunderten von Jahren genau deswegen verwendet wird.

Schreib uns in die Kommentare, wie deine Erfahrung mit Ginkgotee ist. Schmeckt er dir? Merkst du etwas von der Wirkung? Glaubst du an die Wirkung? Wir freuen uns auf deine Nachricht und auf den Austausch mit dir.

Weiterführende Links:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11507743/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5758353/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28333443/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26059355/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4640423/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18446847/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18258419/

Titelbildquelle: Image by wal_172619 from Pixabay

Hi, ich bin Denis. Initiator von Tea'n'Chill. Fitness-Fan, Marketing-Nerd und Problemlöser. Mit Tea'n'Chill versuche ich selber Gelassenheit zu lernen und zu lehren. Ich hoffe es hilft dir! :)

1 Gedanke zu „Ginkgotee: Zubereitung, Wirkung & Mehr“

  1. Wir haben eine Gingkobaum im Park. Werde den Tee morgen testen. Ob der Baum 3000 Jahre alt wird, hmm, dann hätte so mancher Baum ja schon zu König Davids Zeiten gestanden. Das mit den Millionen von Jahren glauben wir ja heute leichtfertig. Mittlerweile bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass die Beweise für die astronomisch hohen Zahlen für das Weltalter auf wackligen Füßen stehen… So nebenbei. Fürs Gehirn ist er wohl einfach auch wegen der Durchblutungsförderung gut. Ob mein Tinnitus weggeht? Schön wärs, aber ich hab ihn ja schon über ein Jahrzehnt. Viel Erfolg mit deiner schönen Teeseite!

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