Catechine: Definition und Vorkommen
Catechine (auch Katechine) sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavonoide. Sie zählen zu den Bitterstoffen und kommen in vielen Pflanzen vor, besonders ausgeprägt in den Blättern der Teepflanze.
Im Grünen Tee machen Catechine je nach Quelle etwa 30 bis 40 Prozent der Trockenmasse aus. Der bekannteste Vertreter heißt Epigallocatechingallat, kurz EGCG.
Bedeutung für den Geschmack
Catechine sind zu einem großen Teil für den herben, leicht bitteren und zusammenziehenden Geschmack verantwortlich. Fachleute nennen das Adstringenz. Das Gefühl kennst du von sehr kräftigem Tee: Der Mund fühlt sich trocken an.
Je heißer das Wasser und je länger die Ziehzeit, desto mehr Catechine lösen sich aus dem Blatt. Deshalb schmeckt zu heiß aufgegossener grüner Tee schnell bitter.
Catechine und Teesorten
Bei der Oxidation des Blattes werden Catechine umgewandelt, etwa in Theaflavine und Thearubigine. Sie färben schwarzen Tee rötlich-braun und geben ihm den volleren Körper. Darum sind Catechine in schwarzem Tee weniger zu finden als in grünem, der kaum oxidiert wird.
Gesundheitliche Aussagen machen wir hier bewusst nicht. Bei Fragen zur Verträglichkeit frag Ärztin, Arzt oder Apotheke.
Verwandte Begriffe: Flavonoide, Bitterstoffe, Antioxidantien.