Welke

Welke bezeichnet den Zustand einer Pflanze, wenn sie Wasser verliert und schlaff wird. In der Teeherstellung ist „Welken“ außerdem ein ganz bewusster erster Schritt: Frisch gepflückte Blätter werden ausgebreitet und verlieren einen Teil ihrer Feuchtigkeit.

Welken bei der Teeherstellung

Beim Welken werden die Blätter weich und biegsam, damit sie sich später rollen lassen, ohne zu brechen. Außerdem verändern sich dabei Aromastoffe. Wie lange und wie stark gewelkt wird, ist je nach Teeart unterschiedlich:

  • Bei weißem Tee ist das Welken ein zentraler Schritt, oft über viele Stunden an der Luft.
  • Bei schwarzem Tee folgt auf das Welken das Rollen und die Oxidation.
  • Bei Oolong wird gewelkt und durch Schütteln der Blätter gezielt angeregt.
  • Bei Grüntee wird oft nur kurz gewelkt, bevor Hitze die Oxidation stoppt.

Welkende Kräuter im Garten

Im Garten ist Welke meist ein Zeichen von Wassermangel, manchmal auch von zu viel Nässe oder Wurzelschäden. Gieße morgens, prüfe die Erde mit dem Finger und stelle Topfkräuter nicht in pralle Mittagssonne. Leichte Welke nach dem Pflücken ist bei Kräutern für Tee unproblematisch, getrocknet werden sie ohnehin.

Verwandte Begriffe: Zurückschneiden, Austrieb, Tee-Ernte und Teesorten.