Austrieb
Unter Austrieb versteht man das Nachwachsen frischer Triebe, Knospen, Stängel oder Blüten einer Pflanze. Bei Teepflanzen sind das die jungen Spitzen mit Knospe und den ersten Blättern.
Wie Austrieb entsteht
Im Frühjahr treiben Pflanzen nach der Ruhephase neu aus. Der Vorgang lässt sich auch gezielt anregen: Beim Zurückschneiden entfernt man älteres Blattwerk und Triebe, damit die Pflanze frische Triebe bildet. Bei Teepflanzen hält regelmäßiges Schneiden und Pflücken sie zudem auf Pflückhöhe, sodass sie immer wieder nachwächst.
Warum er für Tee wichtig ist
Gepflückt werden meist die jungen Triebspitzen, oft „zwei Blätter und eine Knospe“. Sie gelten als besonders zart und aromatisch. Die erste Ernte nach dem Winter heißt je nach Region First Flush oder, in Japan, Shincha. Danach folgen weitere Wachstumsschübe. Wie schnell die Pflanze nachtreibt, hängt von Klima, Höhenlage und Sorte ab. Die Erntefolge nennt man Flushes, mehr dazu unter Second Flush und Tee-Ernte.
Austrieb im Garten
Auch bei Kräutern wie Minze, Salbei oder Zitronenmelisse regt ein Rückschnitt neuen Austrieb an. Wer eigene Kräuter für Tee zieht, erntet am besten frische Triebspitzen. Das genaue Vorgehen hängt von der Pflanze ab.
Verwandte Begriffe: Autumnal Tea, Darjeeling.