Blattgrad

Der Blattgrad gibt an, wie groß oder wie zerkleinert die Blätter eines schwarzen Tees sind. Er sagt etwas über das Aussehen und die Herstellung aus, nicht automatisch etwas über die Qualität.

Nach der Verarbeitung werden die Blätter gesiebt und nach Größe getrennt. So entstehen Gruppen, die sich in Aufguss, Farbe und Geschmack unterscheiden.

Die vier Hauptgruppen

  • Blatt-Tee (ganzes Blatt): große, unversehrte oder kaum gebrochene Blätter. Sie ziehen langsamer und schmecken oft feiner.
  • Broken Tee: gebrochene Blätter, deutlich kleiner. Sie geben schneller Farbe und Geschmack ab.
  • Fannings: noch kleinere Teilchen, häufig für Teebeutel genutzt.
  • Dust: der feinste Rest, kaum mehr als Staub. Er zieht sehr schnell und kräftig.

Was das für dich bedeutet

Je kleiner die Teilchen, desto kürzer sollte die Ziehzeit sein. Ganze Blätter lassen sich oft mehrfach aufgießen, feine Grade meist nur einmal. Ein bestimmter Blattgrad ist nicht „besser“, er passt nur zu unterschiedlichen Gewohnheiten. Wer eine kräftige Tasse in wenigen Minuten möchte, greift oft zu Broken oder Fannings. Wer Zeit hat, probiert Blatt-Tee.

Auf Verpackungen findest du Kürzel wie OP, BOP oder FOP. Sie stehen für die Unterkategorien.

Verwandte Begriffe: Broken Tee, Blend und Aufgussbeutel.